Wenn Beschwerden den Takt vorgeben
Interventionelle Schmerztherapie in Düsseldorf
Präzise Diagnostik und gezielte Behandlung bei anhaltenden Schmerzen an Wirbelsäule, Gelenken und Nervensystem
Anhaltende Schmerzen können den Alltag tief verändern. Manche Patient:innen leben mit Beschwerden im Rücken, im Nacken oder im Bereich des Beckens, die sich trotz Physiotherapie, Medikamenten oder anderer Behandlungen nicht ausreichend bessern. Andere erleben Schmerzen nach einer Wirbelsäulenoperation, bei Nervenreizungen oder im Rahmen chronischer Schmerzsyndrome, die Bewegung, Schlaf und Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen.
In der RKM 740 Wirbelsäulen- und Neurochirurgie geht es deshalb nicht um ein festes Schema, sondern um die genaue Zuordnung der Beschwerden. Entscheidend ist, wo die Schmerzen entstehen, welche Struktur tatsächlich beteiligt ist und welcher Behandlungsweg im konkreten Fall weiterführt. Dr. med. Elias Lemonas begleitet diese Einordnung und den weiteren Verlauf im RKM 740 persönlich.
Wann Schmerztherapie sinnvoll ist
Eine neurochirurgisch geführte Schmerztherapie kann angezeigt sein, wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen, wenn bisherige Behandlungen keine ausreichende Besserung gebracht haben oder wenn Schmerzen klar von Nerven, kleinen Wirbelgelenken, dem Iliosakralgelenk oder komplexeren Schmerzsyndromen ausgehen.
Die Auswahl richtet sich nach der Schmerzursache. Deshalb bildet eine genaue Diagnostik die Grundlage jeder weiteren Entscheidung.
Jeder Schmerz verlangt eine eigene Antwort
Wie die Schmerzursache eingeordnet wird
Zunächst werden Ort, Ausstrahlung, Dauer und Auslöser der Schmerzen genau erfasst. Danach folgt die klinische und neurologische Untersuchung.
Je nach Fragestellung werden vorhandene MRT-, CT- oder Röntgenbefunde einbezogen oder ergänzt. In vielen Fällen ergibt sich erst aus dem Zusammenspiel von Beschwerdebild, Untersuchung und Bildgebung, ob eine Nervenwurzel, ein Facettengelenk, das Iliosakralgelenk oder ein komplexeres Schmerzsyndrom im Vordergrund steht.
Behandlungen im Überblick
Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach der Ursache der Beschwerden, dem bisherigen Verlauf und den Ergebnissen der Diagnostik.
• Nervenwurzeln • Facettengelenke • Iliosakralgelenk
• Rücken- und Nackenschmerzen
• Unterer Rücken • Gesäß • Becken
• Chronische Schmerzsyndrome • Spastik
• Chronische Nervenschmerzen
Injektionstherapie an der Wirbelsäule
Die Injektionstherapie an der Wirbelsäule kann Schmerzen lindern und zugleich helfen, die Ursache der Beschwerden genauer einzugrenzen. Je nach Befund wird das Medikament an eine gereizte Nervenwurzel, an die kleinen Wirbelgelenke oder in den Bereich des Iliosakralgelenks eingebracht. Zum Einsatz kommen unter anderem die periradikuläre Therapie (PRT), Injektionen an den Facettengelenken und Behandlungen des ISG. Die Verfahren können bei ausstrahlenden Nacken-, Arm-, Rücken- oder Beinschmerzen sowie bei Beschwerden infrage kommen, die von den Wirbelgelenken oder dem Iliosakralgelenk ausgehen.
Die Behandlung erfolgt unter bildgebender Kontrolle, sodass die Injektionsnadel präzise positioniert werden kann. Die Reaktion auf die Injektion kann zusätzlich Hinweise darauf geben, welche Struktur an der Entstehung der Beschwerden beteiligt ist. Diese Einordnung ist wichtig für die weitere Behandlung.
Endoskopische Facettengelenk-Denervation
Die kleinen Wirbelgelenke können Ausgangspunkt chronischer Rücken- oder Nackenschmerzen sein. Entscheidend ist, die Beschwerden möglichst sicher diesem Bereich zuzuordnen. Veränderungen an den Facettengelenken in der Bildgebung allein reichen dafür nicht aus. Gezielte Testinjektionen können zusätzlich zeigen, ob die schmerzleitenden Nervenäste der Gelenke tatsächlich an den Beschwerden beteiligt sind.
Bei der endoskopischen Denervation werden diese feinen Nervenäste über einen kleinen Zugang unter direkter Sicht aufgesucht und behandelt. Dadurch soll die Weiterleitung der Schmerzsignale unterbrochen werden. Das Verfahren kann infrage kommen, wenn die Beschwerden trotz vorausgegangener Therapien fortbestehen und die Facettengelenke als Schmerzquelle bestätigt sind. Ziel ist eine länger anhaltende Schmerzlinderung, die Bewegung und Belastbarkeit im Alltag erleichtern kann.
Empfangsbereich RKM 740 Neurochirurgie
Eingang RKM 740 Neurochirurgie
Endoskopische Iliosakralgelenk-Denervation
Das Iliosakralgelenk verbindet das Kreuzbein mit dem Becken und kann Ausgangspunkt tief sitzender Schmerzen im unteren Rücken, Gesäß oder Becken sein. Da ähnliche Beschwerden auch von anderen Strukturen ausgehen können, muss die Schmerzquelle vor einem Eingriff sorgfältig eingeordnet werden. Neben der körperlichen Untersuchung und der Bildgebung können gezielte Testinjektionen Hinweise darauf geben, ob das Iliosakralgelenk tatsächlich beteiligt ist.
Bei der endoskopischen Denervation werden die schmerzleitenden Nervenäste am Iliosakralgelenk über einen kleinen Zugang unter direkter Sicht aufgesucht und behandelt. Dadurch soll die Weiterleitung der Schmerzsignale vermindert werden. Das Verfahren kommt infrage, wenn die Beschwerden über längere Zeit bestehen, bisherige Therapien nicht ausreichend geholfen haben und die Diagnostik das Iliosakralgelenk als Schmerzquelle bestätigt. Ziel ist eine länger anhaltende Linderung und mehr Beweglichkeit im Alltag.
Schmerzpumpen-Implantation
Eine implantierbare Schmerzpumpe kann bei ausgewählten chronischen Schmerzsyndromen oder ausgeprägter Spastik erwogen werden, wenn sich die Beschwerden mit bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend kontrollieren lassen. Je nach Indikation gibt das System schmerzlindernde oder muskelentspannende Medikamente über einen dünnen Katheter direkt in den Nervenwasserraum um das Rückenmark ab. Dadurch können häufig geringere Wirkstoffmengen ausreichen als bei der Einnahme von Tabletten. Dosierung und Zeitpunkt der Abgabe lassen sich individuell programmieren.
Vor der Implantation wird in einer Testphase geprüft, ob das Verfahren spürbar entlastet und gut vertragen wird. Erst bei einem überzeugenden Ergebnis werden Katheter und Pumpe dauerhaft eingesetzt. Die Pumpe liegt in der Regel unter der Haut im unteren Bauchbereich. Ihr Reservoir muss anschließend regelmäßig in der Praxis aufgefüllt werden; dabei wird auch die Einstellung überprüft.
Rückenmarkstimulation (SCS)
Die Rückenmarkstimulation kann bei ausgewählten chronischen Nervenschmerzen infrage kommen, wenn andere Therapien keine ausreichende Wirkung gezeigt haben. Dazu zählen insbesondere anhaltende Rücken- oder Beinschmerzen nach einer Wirbelsäulenoperation. Über feine Elektroden, die im Wirbelkanal positioniert werden, lassen sich elektrische Impulse abgeben, die die Verarbeitung von Schmerzsignalen beeinflussen können. Bei der endgültigen Versorgung wird ein kleiner Impulsgeber unter der Haut eingesetzt und individuell programmiert.
Vor der Implantation wird das Verfahren zunächst über einen begrenzten Zeitraum getestet. Dabei zeigt sich, ob die Beschwerden spürbar zurückgehen und sich der Alltag erleichtert. Erst bei einem überzeugenden Ergebnis wird der Impulsgeber dauerhaft eingesetzt. Im weiteren Verlauf kann das System an die individuelle Schmerzsituation angepasst werden.
Behandlungszimmer RKM 740 Neurochirurgie
Empfang RKM 740 Neurochirurgie
Welche Behandlung wann infrage kommt
Nicht jede Schmerzform braucht dasselbe Verfahren. Manche Beschwerden lassen sich gezielt mit Injektionen lindern. In anderen Fällen kann eine endoskopische Denervation hilfreich sein, wenn die Schmerzquelle klar in den Facettengelenken oder im Iliosakralgelenk liegt. Rückenmarkstimulation und Schmerzpumpen-Implantation gehören zu den spezielleren Verfahren und kommen vor allem dann infrage, wenn chronische Schmerzen trotz anderer Behandlungen fortbestehen.
Entscheidend ist deshalb nicht die Zahl möglicher Verfahren, sondern eine Diagnostik, aus der sich die passende Behandlung ableiten lässt.
Nach der Behandlung
Nach der Behandlung wird kontrolliert, wie sich Schmerzen, Beweglichkeit und Belastbarkeit entwickeln. Dr. med. Elias Lemonas bespricht die nächsten Schritte persönlich und stimmt Bewegung, Belastung und weitere Therapien auf den Verlauf ab. Bei implantierten Systemen gehören auch regelmäßige Kontrollen und Anpassungen dazu.
Ihre Anreise
Die RKM 740 Wirbelsäulen- und Neurochirurgie liegt in Düsseldorf-Oberkassel und ist aus dem Rheinland sowie dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Zur spezialisierten Schmerztherapie bei anhaltenden Beschwerden an Wirbelsäule, Gelenken und Nervensystem kommen Patient:innen auch aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens und Deutschlands nach Düsseldorf.
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Fragen zur minimalinvasiven Schmerztherapie
Wann ist eine spezialisierte Schmerztherapie sinnvoll?
Sie ist vor allem dann angezeigt, wenn Beschwerden über längere Zeit bestehen, bisherige Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben oder die Ursache der Schmerzen gezielt neurochirurgisch eingeordnet werden muss.
Was ist der Unterschied zwischen Injektionstherapie und Denervation?
Eine Injektionstherapie wirkt gezielt an einer gereizten oder entzündeten Struktur und kann zugleich diagnostisch helfen. Eine Denervation zielt darauf ab, schmerzleitende Nervenfasern in einem bestimmten Bereich dauerhaft zu behandeln.
Wann wird eine Schmerzpumpe eingesetzt?
Eine Schmerzpumpe kann bei bestimmten chronischen Schmerzsyndromen angezeigt sein, wenn andere Verfahren nicht den gewünschten Effekt gebracht haben und eine gezielte Medikamentengabe medizinisch nachvollziehbar erscheint. Sie kann auch dazu beitragen, Beschwerden langfristig zu lindern.
Muss vor jeder Behandlung die genaue Schmerzursache geklärt werden?
Ja. Gerade in der Schmerztherapie ist die genaue Zuordnung der Beschwerden zentral. Nur wenn die Ursache möglichst klar eingeordnet ist, kann die Behandlung schlüssig geplant werden.
Wie läuft die Testphase vor einer Rückenmarkstimulation ab?
Für die Testphase werden feine Elektroden im Wirbelkanal positioniert und vorübergehend mit einem externen Stimulator verbunden. In den folgenden Tagen zeigt sich, ob die elektrischen Impulse die Schmerzen spürbar verringern und den Alltag erleichtern. Das Ergebnis wird anschließend gemeinsam ausgewertet. Erst wenn eine deutliche Entlastung erreicht wird und das Verfahren gut vertragen wird, kommt die dauerhafte Implantation eines Impulsgebers infrage.
Adresse
RKM 740 Wirbelsäulen- und Neurochirurgie
Pariser Str. 89
40549 Düsseldorf










